TEUTLOFF: „Hilfe ist keine Einbahnstraße“

(v.l.n.r.) Corinna Leonardo (ambet), Valentina Büssow (ambet) und Caner Durgut (TEUTLOFF) tauschen sich über die eingerichtete Videotechnik aus. Foto: TEUTLOFF / Andreas Rudolph.

„Wir sind ein Traditionsunternehmen – und Teil der Region. Für uns war und ist es eine Selbstverständlichkeit im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen“, so Caner Durgut zur Zusammenarbeit. Foto: TEUTLOFF / Andreas Rudolph.

Valentina Büssow, Heimleitung des Haus Amalia von ambet, freut sich sehr über das Engagement von TEUTLOFF. Foto: TEUTLOFF / Andreas Rudolph.

Akademie unterstützt ambet-Pflegeheim mit Videotelefonie-Technik und Know How.

Salzgitter, 29. Juni 2020. Die TEUTLOFF Technische Akademie ermöglicht dem Salzgitteraner Pflegeheim „Haus Amalia“ vom Trägerverein ambet in Corona-Zeiten den Kontakt zwischen Bewohnern und Angehörigen.

Die Lockdown-Zeit, die Phase der deutlich verschärften Bedingungen, sie war nicht nur für die Pflegekräfte eine herausfordernde Phase: Auch für die Bewohner der Heime und ihre Angehörigen waren es überaus schwierige Wochen. „Es war wahrlich nicht einfach, den Bewohnern unseres Hauses sowie den Angehörigen die Regelungen und damit verbundenen Umstände zu erklären“, schildert Valentina Büssow, Heimleiterin des Haus Amalia, dem Gerontopsychiatrischen Pflegeheim in Salzgitter, das vom Verein Ambulante Betreuung hilfs- und pflegebedürftiger Menschen, kurz ambet, betrieben wird. „Wenngleich die meisten Angehörigen sehr verständnisvoll waren, viele haben etwa ihren Partner, ihre Eltern oder Großeltern einfach sehr vermisst.“

Deshalb hörte sich Hans Golmann, Geschäftsführer von ambet, nach einer technischen Lösung um, um zumindest eine „digitale Begegnung“ zwischen Bewohnern und Angehörigen zu ermöglichen. Über Umwege erfuhr Caner Durgut, Marketingleiter sowie Verantwortlicher für Produktentwicklung und Vermarktung bei TEUTLOFF, von dem Gesuch. Er schloss sich kurzerhand mit Golmann zusammen und stellte ihm die möglichen Optionen für eine passende Videotelefonie vor. Der Trägerverein ambet informierte schließlich die jeweiligen Standorte – und schon nach kurzer Zeit war Durgut mit seinen Kollegen im Haus Amalia in Salzgitter vor Ort. „Nach der technischen Installation und Einweisung ging es schnell los“, erinnert sich Corinna Leonardo, Etagenleiterin in dem Pflegeheim. „Die erste Bewohnerin, die die Videotelefonie genutzt hat, hat die Situation schnell für sich erfasst. Es wurden Sprüche geklopft, Witze gemacht – und es flossen auch einige Tränen.“ Leonardo denkt an viele emotionale Telefonate zurück. „Die Gespräche waren wirklich sehr schön. Die Momente waren sehr intensiv und selbst kognitiv eingeschränkte Bewohner haben die Videokonferenzen sehr aufmerksam wahrgenommen.“ Oft war es nicht nur für die Bewohner, sondern auch für die Pflegekräfte sehr tränenreich. Sie sind wichtige Kontaktpersonen der Bewohner.

„Wichtige Anker unserer Gemeinschaft“

Die Technik und das Know How hat die TEUTLOFF ehrenamtlich bereitgestellt. „Wir sind ein Traditionsunternehmen – und Teil der Region. Für uns war und ist es eine Selbstverständlichkeit im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen“, erläutert Durgut. In der Technischen Akademie wird seit Monaten mit Hochdruck an neuen, digitalen Konzepten gearbeitet. „Als Bildungseinrichtung haben wir freilich ähnlich gelagerte Herausforderungen. Wir müssen neue Lösungen schaffen, und das schnell. Umso schöner, wenn wir dabei andere Akteure an unseren Erfahrungen teilhaben lassen können.“

Das Engagement, für Durgut ist es wesentlich. „Wenn wir über Pflegekräfte und Fachkräftebedarf sprechen – dann über Themen, die unsere Gesellschaft nicht nur zu Corona-Zeiten umtreiben.“ Die Sensibilität für entsprechende Themenbereiche und auch Werte sollte erhalten bleiben: „Zusammenhalt, Aufmerksamkeit und Mitgefühl sind wichtige Anker unserer Gemeinschaft. Für den älteren Nachbarn kann man auch außerhalb eines Lockdowns einkaufen, die gegenseitige Unterstützung sollten wir uns beibehalten.“ Apropos beibehalten: TEUTLOFF wird ambet auch in der Zukunft mit Technik und Know How zur Seite stehen. „Damit können wir etwa Formate wie die Telemedizin weiterdenken – oder auch Kontakt zu weiter entfernt wohnenden Angehörigen herstellen“, freut sich Heimleiterin.

Dankbar über den Einsatz sind derweil nicht nur die Kollegen von ambet. Büssow: „Die Angehörigen, die sich über die Videotelefonie mit den Bewohnern austauschen können, sind ausgesprochen dankbar. Das ist auch eine starke Motivation für uns als Team.“ Die Heimleiterin hofft ebenfalls, dass wesentliche Diskussionen im Zusammenhang mit der Pflege auch in der Zukunft weiter geführt werden. Die TEUTLOFF bleibt jedenfalls an Bord. Der Marketingleiter dazu: „Hilfe ist keine Einbahnstraße. Allein schon ein Lächeln als Dankeschön ist so unheimlich viel Wert.“

Ausführliche Informationen zu der TEUTLOFF Technischen Akademie gibt es auf www.teutloff.de, zu ambet und dem Haus Amalia auf www.ambet.de.