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Wer in der Produktion in der Metallindustrie arbeitet und mehr Verantwortung übernehmen möchte, kommt an einem Abschluss oder an einer Fortbildung früher oder später nicht vorbei: dem Industriemeister Metall IHK. Diese Aufstiegsfortbildung öffnet Türen zu Führungspositionen, besseren Gehältern und mehr Gestaltungsspielraum im Betrieb. In diesem Artikel erfahren Sie, was der Abschluss konkret bedeutet, welche Voraussetzungen Sie mitbringen müssen, wie die Fortbildung abläuft und wie Sie sie finanzieren können.

Was ist der Industriemeister Metall genau?

Der Industriemeister Metall IHK ist eine bundesweit anerkannte Aufstiegsfortbildung für Fachkräfte aus Metallberufen. Der Begriff „Fortbildung“ ist hier fachlich korrekt: Während eine Weiterbildung allgemein Wissen vertieft, qualifiziert eine Fortbildung gezielt für eine höhere berufliche Position oder ein erweitertes Tätigkeitsfeld. Im Sprachgebrauch werden beide Begriffe häufig synonym verwendet, aber der Industriemeister Metall ist eindeutig eine Fortbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes (BBiG).

Im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) ist der Abschluss auf Stufe 6 eingeordnet. Das entspricht dem Niveau eines Bachelor-Abschlusses. Diese Gleichwertigkeit wurde mit der Überarbeitung des BBiG zum 1. Januar 2020 ausdrücklich festgestellt. Der Industriemeister Metall ist damit kein „zweitklassiger“ Abschluss, sondern eine vollwertige Alternative zum akademischen Bildungsweg.

Inhaltlich deckt die Fortbildung drei zentrale Bereiche ab: fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen, handlungsspezifische Qualifikationen sowie die Ausbildung der Ausbilder (AdA nach AEVO). Das bedeutet: Wer den Abschluss erwirbt, kann nicht nur technische Prozesse steuern, sondern auch Mitarbeiter führen und Auszubildende betreuen.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Industriemeister Metall?

Für die Zulassung zur Prüfung gibt es drei anerkannte Wege:

  • Weg 1: Eine bestandene Abschlussprüfung in einem anerkannten Metallberuf mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung.
  • Weg 2: Eine bestandene Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf mit mindestens drei Jahren Berufspraxis.
  • Weg 3: Mindestens fünf Jahre Berufserfahrung im Metallbereich, unabhängig von einem formalen Ausbildungsabschluss.

Wichtig: Bei berufsbegleitenden Lehrgängen kann die Zulassungsvoraussetzung auch noch während der Fortbildung erfüllt werden. Wer also gerade erst ein Jahr Berufserfahrung gesammelt hat, kann den Lehrgang beginnen und die fehlende Zeit parallel absolvieren. Das macht den Einstieg flexibler, als viele zunächst annehmen.

Welche Gehaltssteigerung ist nach dem Industriemeister Metall realistisch?

Konkrete Zahlen hängen von Branche, Region und Unternehmen ab. Klar ist jedoch: Der Abschluss zum geprüften Industriemeister Metall IHK eröffnet Positionen, die deutlich besser vergütet werden als typische Facharbeiterstellen. Wer nach der Fortbildung in eine Schichtleiter- oder Meisterposition wechselt, kann in der Metallindustrie mit einem spürbar höheren Monatslohn rechnen.

Neben dem Grundgehalt kommen in vielen Betrieben tarifliche Zulagen für Führungsverantwortung hinzu. Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Mit dem Industriemeister Metall entfällt für viele die Schichtarbeit oder zumindest deren belastendste Form wie z.B. die Nachtschicht. Wer als Meister plant, organisiert und führt, arbeitet häufig zu stabileren Arbeitszeiten ohne häufige Schichtwechsel. Das hat nicht nur finanziellen Wert, sondern verbessert auch die Lebensqualität erheblich.

Langfristig bietet dieser Abschluss oder der zum oder zum Staatlich geprüften Techniker die Grundlage für weitere Karriereschritte, etwa zum Technischen Betriebswirt IHK (DQR-Stufe 7).

Was ist der Unterschied zwischen Industriemeister Metall und Techniker Maschinenbau?

Beide Abschlüsse sind auf DQR-Stufe 6 angesiedelt und qualifizieren für technische Führungsaufgaben in der Industrie. Der Unterschied liegt im Schwerpunkt:

  • Der Industriemeister Metall IHK hat einen starken Fokus auf Produktion, Personalführung, Betriebsorganisation und Qualitätsmanagement. Er qualifiziert vor allem für operative Führungspositionen direkt in der Fertigung.
  • Der Staatlich geprüfte Techniker Maschinenbau legt mehr Gewicht auf technisch-konstruktive und planerische Inhalte, etwa in den Schwerpunkten Industrial Engineering oder Automotive Engineering. Er ist stärker auf technische Planungs- und Entwicklungsaufgaben ausgerichtet.

Welcher Weg besser passt, hängt vom persönlichen Berufsziel ab. Wer Menschen führen und Produktionsprozesse steuern möchte, ist mit dem Industriemeister Metall gut aufgestellt. Wer eher in Richtung Konstruktion, Arbeitsvorbereitung oder Produktentwicklung möchte, sollte den Techniker-Abschluss in Betracht ziehen. In manchen Fällen ist auch eine Kombination beider Qualifikationen sinnvoll.

Wie läuft die Weiterbildung zum Industriemeister Metall ab?

Die Fortbildung gliedert sich in drei Prüfungsteile, die inhaltlich aufeinander aufbauen:

  1. Ausbildung der Ausbilder (AdA, gem. AEVO): Planung und Durchführung der Ausbildung, rechtliche Grundlagen.
  2. Teil A – Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen: Rechtsbewusstes Handeln, betriebswirtschaftliches Handeln, Kommunikation und Planung, Zusammenarbeit im Betrieb sowie naturwissenschaftliche und technische Gesetzmäßigkeiten.
  3. Teil B – Handlungsspezifische Qualifikationen: Betriebs-, Fertigungs- und Montagetechnik, betriebliches Kostenwesen, Planung und Steuerung, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Personalführung und Qualitätsmanagement.

Die Abschlussprüfung legen Sie vor der Industrie- und Handelskammer ab. Die Inhalte richten sich nach dem Rahmenlehrstoffplan des DIHK, sodass der Abschluss bundesweit einheitlich und anerkannt ist.

Zeitlich gibt es verschiedene Modelle: Vollzeit, Teilzeit und schichtbegleitende Kurse ermöglichen es, die Fortbildung parallel zum Beruf oder in kürzester Zeit zu absolvieren. Es gibt auch Kompaktkurse, die den Abschluss in wenigen Monaten ermöglichen. Zusatzqualifikationen wie KUKA Roboterprogrammierung, 3D-Druck Grundlagen oder Qualitätsmanagement lassen sich in manchen Kursmodellen ohne Mehraufwand integrieren und ergeben dann zwei Abschlüsse aus einer Fortbildung.

Wie wird der Industriemeister Metall staatlich gefördert?

Die Fortbildung zum Industriemeister Metall IHK ist durch das Aufstiegs-BAföG (AFBG) förderungsfähig. Das bedeutet: Ein erheblicher Teil der Lehrgangsgebühren und Prüfungskosten kann staatlich bezuschusst werden. Laut geltendem Recht sind Einsparungen von bis zu 75 Prozent der Kosten möglich.

Das Aufstiegs-BAföG setzt sich aus einem Zuschussanteil (der nicht zurückgezahlt werden muss) und einem zinsgünstigen Darlehensanteil zusammen. Wer die Prüfung besteht, erhält zudem einen Teil des Darlehens erlassen. Damit lohnt sich der Abschluss auch finanziell von Anfang an.

Wer seinen Hauptwohnsitz oder Beschäftigungsort in Niedersachsen hat, kann zusätzlich von der Weiterbildungsprämie profitieren: Aktuell wird nach erfolgreich abgelegter Meisterprüfung einmalig eine Prämie von 1.000 Euro ausgezahlt. Diese Prämie wird nicht auf das Aufstiegs-BAföG angerechnet und muss nicht zurückgezahlt werden.

Wer frühzeitig plant, kann bei einigen Anbietern außerdem von einem Early-Bird-Bonus profitieren: Bei Anmeldung mindestens drei Monate vor Kursbeginn reduziert sich die Lehrgangsgebühr um 400 Euro. Das macht eine frühzeitige Entscheidung auch wirtschaftlich sinnvoll.

Wie TEUTLOFF beim Industriemeister Metall IHK unterstützt

Wir begleiten Fachkräfte auf dem Weg zum Geprüften Industriemeister Metall IHK von der ersten Frage bis zur bestandenen Prüfung. Unser Angebot ist dabei auch auf die Realität von Menschen ausgerichtet, die gleichzeitig arbeiten, Familie haben und sich qualifizieren wollen.

Das bringen wir konkret mit:

  • Flexible Kursmodelle: Vollzeit, Teilzeit, schichtbegleitend und online, damit die Fortbildung zu Ihrem Alltag passt.
  • Kompaktkurse: Zielgerichtete Vorbereitung auf die IHK-Prüfung in kurzer Zeit.
  • Doppelqualifikation optional: KUKA Roboterprogrammierung, 3D-Druck Grundlagen oder Qualitätsmanagement
  • Ausbilderschein inklusive: Der AdA-Nachweis ist Bestandteil der Fortbildung.
  • Antragsbegleitung beim Aufstiegs-BAföG: Wir helfen Ihnen, die staatliche Förderung zu beantragen.
  • Unterstützung bei der IHK-Prüfungszulassung: Wir koordinieren den Zulassungsprozess mit der zuständigen IHK.
  • Mehrere Standorte: Präsenz in Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg, Hannover, Köln und Saarlouis.

Wenn Sie wissen möchten, welches Kursmodell zu Ihrer Situation passt, stehen wir Ihnen gern für ein Beratungsgespräch zur Verfügung, persönlich vor Ort, telefonisch oder per Videokonferenz.

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