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Der staatlich geprüfte Techniker Maschinentechnik ist ein anerkannter Fortbildungsabschluss auf DQR-Niveau 6, der Facharbeiterinnen und Facharbeitern den Aufstieg in technische Führungs- und Planungspositionen ermöglicht. Der Abschluss wird von der zuständigen Landesbehörde verliehen und ist bundesweit anerkannt. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um Voraussetzungen, Dauer, Fachrichtungen, Gehalt und Förderung.

Welche Voraussetzungen braucht man für die Technikerweiterbildung Maschinentechnik?

Für die Zulassung zur Technikerfortbildung Maschinentechnik benötigen Sie in der Regel einen Realschulabschluss sowie eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung mit mindestens einem Jahr Berufspraxis. Alternativ reichen sieben Jahre einschlägige Berufserfahrung aus, auch ohne formalen Berufsabschluss.

Konkret bedeutet das: Wer eine Ausbildung zum Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker oder in einem vergleichbaren metallverarbeitenden oder technischen Beruf abgeschlossen hat, erfüllt die fachlichen Voraussetzungen in der Regel problemlos. Entscheidend ist, dass die Berufserfahrung inhaltlich zur gewählten Fachrichtung passt.

Der Berufsschulabschluss wird ebenfalls als Nachweis verlangt. Wer über den zweiten Bildungsweg oder eine Externenprüfung seinen Abschluss erworben hat, sollte die genauen Zulassungsbedingungen im Vorfeld mit der zuständigen Prüfungsstelle klären. Die Zulassung zur Abschlussprüfung erteilt in der Regel die zuständige Kammer, zum Beispiel die IHK.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker?

Die Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker Maschinentechnik dauert je nach Zeitmodell zwischen 24 und 48 Monaten. Im Vollzeitmodell schließen Sie die Ausbildung in zwei Jahren ab. Berufsbegleitende Varianten in Teilzeit oder im Schichtmodell erstrecken sich über vier Jahre.

Bei uns stehen vier Zeitmodelle zur Auswahl, die sich an unterschiedliche Lebenssituationen anpassen:

  • Vollzeit (24 Monate): Unterricht montags bis freitags, kompakt und intensiv. Kursbeginn im April und Oktober.
  • Teilzeit (48 Monate): Abendunterricht an drei Wochentagen, parallel zur Berufstätigkeit. Kursbeginn im April.
  • Schichtmodell (48 Monate): Unterricht an drei Werktagen wahlweise vormittags oder nachmittags, speziell für Personen im Schichtdienst. Kursbeginn im April und Oktober.
  • Flexmodell (ca. 30 Monate): Im ersten Jahr Teilzeitunterricht neben dem Beruf, danach optionaler Wechsel in Vollzeit. So erfüllen Teilnehmende von Beginn an die Zulassungsvoraussetzungen und können den Abschluss bereits nach rund 30 Monaten erreichen.

Das Flexmodell ist besonders für diejenigen geeignet, die Beruf, Familie und Fortbildung gleichzeitig stemmen möchten, ohne auf einen zügigen Abschluss verzichten zu müssen. Die Weiterbildung passt sich Ihrem Leben an, nicht umgekehrt.

Was verdient ein staatlich geprüfter Techniker Maschinentechnik?

Ein staatlich geprüfter Techniker Maschinentechnik verdient in Deutschland je nach Branche, Region und Berufserfahrung typischerweise zwischen 45.000 und 65.000 Euro brutto im Jahr. Gegenüber einem Facharbeiter ohne Fortbildungsabschluss bedeutet das in vielen Fällen einen spürbaren Gehaltssprung.

Der genaue Verdienst hängt von mehreren Faktoren ab: der Branche, dem Unternehmen, der Region sowie der übernommenen Verantwortung. In der Automobilindustrie, im Maschinenbau oder in der Luft- und Raumfahrttechnik sind die Gehaltsspannen erfahrungsgemäß höher als in kleineren Industriebetrieben.

Wichtig ist auch die Funktion: Techniker, die Führungsverantwortung übernehmen oder als Projektleiter tätig sind, erzielen in der Regel höhere Gehälter als solche in rein ausführenden Rollen. Der Abschluss öffnet die Tür zu Positionen wie Teamleiter, Fertigungsplaner, Qualitätsmanager oder technischer Sachbearbeiter, die in Tarifverträgen oft höher eingestuft sind als Facharbeiterstellen.

Hinzu kommt ein weiterer Vorteil: Der Technikerabschluss schließt die Fachhochschulreife ein. Wer möchte, kann damit anschließend ein Ingenieurstudium aufnehmen und das Gehaltsniveau weiter steigern.

Welche Fachrichtungen gibt es beim Techniker Maschinentechnik?

Beim Techniker Maschinentechnik gibt es verschiedene Fachrichtungen, die auf unterschiedliche Industriebereiche ausgerichtet sind. Zu den gefragten Schwerpunkten zählen unter anderem Industrial Engineering und Automotive Engineering, die sich inhaltlich auf Produktionsprozesse, Fertigungstechnik und Fahrzeugtechnik konzentrieren.

Die Wahl der Fachrichtung bestimmt, welche Spezialisierungen im berufsbezogenen Teil der Ausbildung vertieft werden. Der Lehrgangsaufbau umfasst in beiden Fachrichtungen einen berufsübergreifenden Teil mit Fächern wie Mathematik, Naturwissenschaften, Deutsch und Kommunikation sowie einer Fremdsprache. Der berufsbezogene Bereich gliedert sich in acht Module:

  1. Projekte planen, realisieren und auswerten
  2. Technische Lösungen erweitern
  3. Technische Lösungen entwickeln
  4. Technische Lösungen oder Prozesse optimieren
  5. Produktionsprozesse planen und steuern
  6. Führungsaufgaben und Personalverantwortung übernehmen
  7. Qualität prüfen und verbessern
  8. Ökonomisch und nachhaltig handeln

Dazu kommt eine abschließende Projektarbeit. Wer sich für Automotive Engineering entscheidet, legt den Schwerpunkt auf fahrzeugtechnische Produktionsprozesse und ist damit besonders gut für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer aufgestellt.

Wird die Technikerweiterbildung staatlich gefördert?

Ja, die Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker Maschinentechnik wird über das Aufstiegs-BAföG gefördert. Bund und Länder übernehmen bis zu 75 Prozent der Lehrgangsgebühren, unabhängig von Alter, Einkommen und Vermögen. Nach bestandener Abschlussprüfung reduziert sich der tatsächliche Eigenanteil auf rund 25 Prozent der Gesamtkosten.

Das Aufstiegs-BAföG, geregelt im Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), funktioniert so: Der sogenannte Maßnahmenbeitrag deckt als 50-Prozent-Zuschuss die Hälfte der Lehrgangsgebühren. Für die verbleibende Hälfte steht ein zinsgünstiges Darlehen zur Verfügung. Wer die Abschlussprüfung besteht, dem erlässt der Staat die Hälfte dieses Darlehens. Damit beträgt der tatsächliche Eigenanteil nur ein Viertel der ursprünglichen Kurskosten.

Wer einen Vollzeitlehrgang absolviert, kann zusätzlich einen Unterhaltsbeitrag beantragen. Dieser Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden und richtet sich nach Einkommen, Vermögen und Familiengröße. Die monatlichen Regelsätze laut AFBG betragen beispielsweise 963 Euro für Alleinstehende oder 1.433 Euro für Verheiratete mit einem Kind.

Den Förderantrag stellen Sie bei der zuständigen Stelle Ihres Bundeslandes. In Niedersachsen ist das die NBank, in anderen Bundesländern übernehmen kommunale Ämter für Ausbildungsförderung diese Aufgabe. Bei Teilzeitlehrgängen kann der Antrag bis zur ersten schriftlichen Prüfung gestellt werden, bei Vollzeitlehrgängen muss der Maßnahmenbeitrag vor Beginn der Weiterbildung beantragt werden.

Wichtig: Das Aufstiegs-BAföG ist nicht mit dem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit zu verwechseln. Der Bildungsgutschein gilt für Umschulungen und richtet sich an Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen. Für Aufstiegsfortbildungen wie den staatlich geprüften Techniker ist das Aufstiegs-BAföG das richtige Förderinstrument.

Was kann man nach dem Techniker Maschinentechnik noch erreichen?

Nach dem Abschluss als staatlich geprüfter Techniker Maschinentechnik stehen Ihnen mehrere Wege offen: Sie können direkt in technische Führungspositionen wechseln, ein Ingenieurstudium aufnehmen oder sich mit weiteren Fortbildungen wie dem Technischen Betriebswirt oder dem Technischen Fachwirt zusätzlich qualifizieren.

Der Technikerabschluss schließt die Fachhochschulreife ein. Das bedeutet: Sie können damit ohne Abitur an einer Fachhochschule oder technischen Hochschule studieren, zum Beispiel Maschinenbau, Produktionstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen. Damit verbinden Sie technisches Fachwissen mit akademischem Abschluss und erschließen sich das Gehaltsniveau von Ingenieuren.

Wer nicht studieren möchte, kann den beruflichen Aufstieg direkt in der Praxis fortsetzen. Typische Positionen nach dem Technikerabschluss sind Teamleiter in der Fertigung, Fertigungsplaner, Qualitätsmanager, technischer Sachbearbeiter oder Projektleiter in der Produktion. Mit zunehmender Berufserfahrung sind auch Positionen als Abteilungsleiter oder Betriebsleiter erreichbar.

Eine weitere Option ist die Kombination mit betriebswirtschaftlichen Fortbildungen. Der Technische Betriebswirt oder der Technische Fachwirt ergänzen das technische Profil um kaufmännische Kompetenzen und qualifizieren für Schnittstellenpositionen zwischen Technik und Management. Das ist besonders für diejenigen relevant, die langfristig in Richtung Unternehmensführung oder Selbstständigkeit denken.

Technikerfortbildung Maschinentechnik bei TEUTLOFF

Wir begleiten Facharbeiterinnen und Facharbeiter auf dem Weg zum staatlich geprüften Techniker Maschinentechnik mit praxisnahen Lehrgängen, erfahrenen Lehrkräften aus Industrie und Wirtschaft sowie einer persönlichen Betreuung vom ersten Tag bis zur Abschlussprüfung. Was uns dabei auszeichnet:

  • Vier flexible Zeitmodelle: Vollzeit, Teilzeit, Schichtmodell und das neue Flexmodell für alle, die Beruf, Familie und Fortbildung gleichzeitig organisieren müssen
  • Fachrichtungen mit Industriebezug: Schwerpunkte wie Industrial Engineering und Automotive Engineering, direkt ausgerichtet an den Anforderungen moderner Produktionsbetriebe
  • Abschluss mit Doppelnutzen: Der Technikerabschluss schließt die Fachhochschulreife ein und eröffnet damit auch den Weg ins Studium
  • Standorte in der Region: Lehrgänge in Braunschweig und Wolfsburg, mit modernen Lernumgebungen inklusive Werkstätten, SPS-Laboren und digitalen Lernplattformen
  • Unterstützung bei der Förderung: Wir informieren Sie konkret über das Aufstiegs-BAföG und helfen Ihnen, die Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen

Wenn Sie wissen möchten, welches Zeitmodell zu Ihrer Situation passt oder welche Voraussetzungen Sie mitbringen müssen, stehen wir Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

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