ro-motion automation

Robotertechnik in der Industrie

ro-motion automation

Die TEUTLOFF® Technische Akademie hat an ihrem Standort Braunschweig die Roboterwerkstatt erneuert. Drei moderne Industrieroboter wurden installiert. Damit das gelingen konnte, sind die Firma ro-motion, aus Oyten bei Bremen und das Institut für Füge- und Schweißtechnik der Technischen Universität Braunschweig wichtige Partner. Über ro-motion wurden KUKA-Roboter gekauft und aufgebaut. Michael Gillner, Technischer Mitarbeiter der TU-Braunschweig, begleitete den Umbau. Die Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer der TEUTLOFF® Akademie können in der Roboterwerkstatt an modernster Technik ihr Wissen praxisnah erweitern. Hier stehen Roboter zur Verfügung, so wie sie in Industriebetrieben der Region eingesetzt werden.

Von der Kooperation mit TEUTLOFF® profitieren alle Seiten: Studierende der TU-Braunschweig können in der Braunschweiger Akademie ihre handwerklichen Fähigkeiten erweitern. Michael Gillner, Technischer Mitarbeiter am Institut für Füge- und Schweißtechnik: "An der TU-Braunschweig können die Studenten solche Kenntnisse nur bedingt während der Studien-, Diplom- und Forschungsarbeiten vermittelt bekommen. In der TEUTLOFF Akademie hingegen haben sie daher zusätzlich die Möglichkeit, explizit durch ein Praktikum bei fachkompetenten Ausbildern diese handwerklichen Fähigkeiten dazu zu lernen." Andersherum fließt das Wissen der TU in die Lerninhalte der TEUTLOFF Lehrgänge ein. Michael Gillner bespricht die Anwendungstechnik mit den Lehrgangsteilnehmern und erprobt sie in der Praxis. Die Firma ro-motion hat ein Interesse am Erfahrungsaustausch bezüglich der Ausbildung in der Automatisierungstechnik.

Roboter - ro-motion automation

In der Industrie sind Roboter nicht mehr wegzudenken. Sie montieren, beladen, verpacken, schneiden, schweißen, gießen, strahlen, schleifen, messen, testen und prüfen, um nur einige Funktionen aufzuzählen. Aber, so Michael Gillner, sie forschen auch. Sie bewegen sich in allen Elementen und sind dort zur Stelle, wo Menschen ein Handling oftmals nur mit großen Problemen hinbekommen. Die vielen Talente der Robotertechnik sind günstiger geworden, sodass auch Klein- und Mittelständische Unternehmen Roboter wirtschaftlich einsetzen können. Peter Schumacher, Geschäftsführer von ro-motion: „Die Robotik und ihre Anwendungsmöglichkeiten wachsen mit der Entwicklung der Sensorik.“ Das bedeutet, dass Roboter zunehmend selbständiger arbeiten. Allerdings nur, wenn sie entsprechend programmiert und bedient werden. Hier ist der Mensch unerlässlich.

Wurden Maschinen früher von Mitarbeitern bestückt, sind es heutzutage Überwachungsaufgaben, die zu leisten sind. Das bedeutet, es müssen Fachleute ausgebildet werden, die mit immer komplexer werdenden Systemen und umfangreicher Bedienung umgehen können. „Die Arbeitswelt verlangt nach Qualifizierung und stetiger Erweiterung der Kenntnisse“, so Peter Schumacher. Dabei wird der Mensch nicht durch den Roboter ersetzt. An vielen Bereichen stößt der Roboter an seine Grenzen. Zum Beispiel wenn es um Qualitätsentscheidungen geht. Neue Arbeitsplätze entstehen mit hohen Anforderungen. Robotern muss durch den Menschen gewissermaßen Leben eingehaucht werden, und sie müssen in die vorhandene Produktion integriert werden.

links: Peter Schumacher, rechts: Michael Gillner während des Umbaus der Roboterwerkstatt
Peter Schumacher und Michael Gillner

Gegenwärtig ist die Robotik davon geprägt, dass es viele neue Ansätze gibt, alte Probleme zu lösen, so Michael Gillner. Zum Beispiel bei automatisierten sich wiederholenden Vorgängen. Immer gleich bleibende Arbeitsfolgen werden wesentlich problemloser bewerkstelligt, wie es unter anderem bei exakten Schweißarbeiten erforderlich ist. Michael Gillner weiß aus seiner Erfahrung: „Die Industrie scheut sich manchmal noch, wissenschaftliche Erkenntnisse umzusetzen, weil ihnen nicht im notwendigen Umfang ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht.“ Dem setzt TEUTLOFF als regionales Kompetenzzentrum im Bereich der Roboterschulung ein erhöhtes Bildungsangebot entgegen.

Herausforderungen in der Robotertechnik sieht der Geschäftsführer von ro-motion in der Entwicklung von neuer, verlässlicher und sicherer Sensorik. Auch die Vereinfachung der Programmierung, die im Vorfeld geschehen muss und die Integration von Entscheidungsmöglichkeiten sind aktuelle Themen.

http://www.ifs.ing.tu-bs.de/institut
http://www.ro-motion.de/